Montag, 23.04.2018
 

Gestrandet laut Fahrplan

Die neue türkis-blaue Regierung bekennt sich in ihrem Programm zum regionalen, schienengebundenen Verkehr. Viel Arbeit liegt vor ihr, denn viel Zeit und Geduld benötigen die Fahrgäste um so manche innerösterreichische Landesgrenze zu überqueren.

In den letzten Jahren erfuhren wir immer wieder Verbesserungen im internationalen Fern- und z.T. auch im Nahverkehr, insbesondere auf der Westbahnstrecke. Staatsgrenzen wurden vom öffentlichen Verkehr im Sinne der gegenwärtigen Mobilitätsentwicklung der BürgerInnen überwunden.

Das Gegenteil ist hingegen zum Teil bei den innerösterreichischen Landesgrenzen der Fall:

REX- und R-Züge verkehren teils bis an die letzten Orte vor der Bundeslandgrenze. Dann ist Schluss, oder geduldiges Warten seitens der Fahrgäste nötig. Ein umfassendes Gesamtkonzept fehlt, obwohl die bundesweit agierende ÖBB meist beide Strecken in den betroffenen Bundesländern bedient.

Dies trifft beispielsweise auf folgende Strecken zu:

1) Spital am Pyhrn – Selzthal (Land OÖ, Land Stmk.)

2) Obertraun – Bad Aussee (Land OÖ, Land Stmk.)

3) Kleinreifling – Weißenbach/St. Gallen (Land OÖ, Land Stmk.)

4) Schladming – Radstadt (Land Stmk., Land Sbg.)

5) ...

Beispielsweise verkehren täglich mehrere Regional-Züge von Linz nach Spital am Pyhrn, ohne die letzten nötigen Kilometer zum Bahnknoten Selzthal zurückzulegen, wo regionale und internationale Züge in mehrere Richtungen verkehren.

Bei REX-Zügen, die von Oberösterreich in die Steiermark fahren, ist für Fahrgäste in Selzthal erst einmal Endstation. Sowohl für die Weiterfahrt im Regionalverkehr in Richtung Leoben/Graz, als auch im Regionalverkehr in Richtung Schladming müssen lange Wartezeiten von zumindest (!) 59 Minuten in Kauf genommen werden.

Hier sollte der Kantönligeist abgelegt werden. Nur weil der Regionaltakt in der Steiermark um jeweils eine Stunde verschoben ist, kann man nicht die Fahrgäste an diesem dzt. so trostlosen Ort (Bhf. Selzthal) eine Stunde warten lassen. Das wird kaum ein Fahrgast sich ein 2. Mal antun.

Wenn es schon nicht üppig ist, von Linz aus nur 8 x pro Tag überhaupt mit dem Zug in Richtung Stmk. zu gelangen, dann sollte zumindest jedes 2. Mal auch ein attraktiver Anschluss in Richtung St. Michael bzw. Schladming im Regionalverkehr angeboten werden.

Wir erwarten den von der Regierung laut Programm angestrebten österreichweiten, integrierten Taktfahrplan mit Spannung, wie auch die praktische Umsetzung des Bekenntnisses zu den Nebenstrecken.

Stellen Sie sich vor, alle Autos auf der Pyhrnautobahn würden gezwungen, an der steirisch-österreichischen Landesgrenze eine volle Stunde stehenzubleiben und abzuwarten, bevor sie ihre Fahrt fortsetzen können. Und das 24 Stunden täglich, 7 Tage die Woche!

Dies wäre völlig absurd, ist aber im Bahnfahrplan und damit im Bereich der umweltfreundlichen Mobilität seit Jahren Realität.

Im Sinne von sozialer Gerechtigkeit, Nachhaltigkeit und auf dem Weg zu einem zukunftsfähigen, bürgerfreundlichen Verkehrssystem fordern wir folgende Verbesserungen:

1) Eine vorbildliche Zusammenarbeit der österreichischen Bundesländer, sowie der betroffenen Verkehrsbetriebe zur gemeinsamen Stärkung und Förderung des Öffentlichen Verkehrs und in diesem Zusammenhang einen möglichst effizienten Einsatz öffentlicher Mittel.

2) Die Verdichtung des Nah- und Fernverkehrs auf Strecken auch abseits der Westbahnstrecke und des Knotenpunktes Wien. Zu den allerwenigsten Destinationen fahren OberösterreicherInnen in die Steiermark über Wien, und auch im Bahnverkehr ist dies kaum sinnvoll.

3) Personen aus den peripheren Gemeinden müssen ein akzeptables Angebot der öffentlichen Anbindung an die angrenzenden Orte entlang der Bahnstrecken bekommen, und so auch PendlerInnen unterstützt werden. Angebote „auf der letzten Meile“ müssen verbessert werden.

4) Personen aus den Ballungsräumen sollen mit getakteten Fahrplänen attraktivere Angebote zur komfortablen und klimafreundlichen Anreise in die Erholungs- und Tourismusorte in den Alpen bekommen und das unabhängig von Landesgrenzen!

5) Dichtere Fahrpläne, Taktfahrpläne und eine sichere Erreichbarkeit führen zu einer Erhöhung der Attraktivität des ÖVs sowie zu mehr sozialer Gerechtigkeit.

Eine Verbesserung des Bahnangebots attraktiviert die Gemeinden vor Ort, vermindert die Abwanderung, fördert mehr Arbeitsplätze als der motorisierte Individualverkehr, dient dem Klimaschutz sowie der Unabhängigkeit von nicht erneuerbaren Ressourcen aus dem Ausland und nicht zuletzt unserer Gesundheit.

Ein gut getakteter, ausgeklügelter Fahrplan, sowie ein gut ausgebautes, dichtes Bahnsystem dient letztendlich uns allen.
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Verweise:

www.verkehrswende-jetzt.at

 


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