Kulturhauptstadt-Bewerbung auf der Zielgerade

(© Salzkammergut 2024): Vorbereitungstreffen für den Jurybesuch in Bad Ischl
(© Salzkammergut 2024): Vorbereitungstreffen für den Jurybesuch in Bad Ischl

Es sind nur mehr wenige Tage, dann wird bekannt gegeben, welche österreichische Stadt / Region den Titel „Kulturhauptstadt Europas“ im Jahre 2024 tragen wird. Am 8. November besucht eine Delegation der Europäischen Kulturhauptstadt-Jury das Salzkammergut. In acht Stunden wird den internationalen Expertinnen und Experten die Region auch abseits bekannter Klischees präsentiert. Ziel ist es, die Bewerbungsschrift, das sogenannte ‚Bidbook‘, zum Leben zu erwecken.

Zeit zum Durchatmen bleibt nach dem Besuch kaum, denn bereits am nächsten Tag fährt das zehnköpfige Präsentationsteam (siehe Infobox) nach Wien, um dort am 10. November der gesamten Jury, bestehend aus zwölf Mitgliedern aus ganz Europa, in 45 Minuten die Bewerbung zu präsentieren. Anschließend steht das Team 75 Minuten lang den Fragen der Jury Rede und Antwort. Am 12. November ist das Zittern vorbei, dann wird im Bundeskanzleramt Wien die Entscheidung verkündet. Wer die Entscheidung live miterleben möchte, ist herzlich eingeladen, um 10 Uhr zum Public Viewing in die Trinkhalle in Bad Ischl zu kommen.

Die Bewerbung des Salzkammerguts baut auf dem Konzept Salz.Wasser auf. Beide Elemente prägen die Region seit Jahrtausenden, ob als Kurort, als Basis für eine starke Arbeiterbewegung oder als Grundlage für die berühmte Sommerfrische. Bereits damals haben diese beiden Elemente die Region mit Europa verbunden. Heute nutzt die Bewerbung Kultur als das “neue Salz” als Basis für diesen Austausch.

Das Programm der Bewerbung setzt vier Schwerpunkte:

Die “Macht der Tradition” ist im Salzkammergut besonders stark verankert. Kulturhauptstadt-Projekte erforschen und pflegen alte Traditionen, reflektieren diese und machen das regionale Erbe auf eine moderne, herausfordernde und europäische Art sichtbar.

Die “Kraft der Gegenkultur” ist der Gegenpart zu “Macht der Tradition”. Hier wird dem kritischen Geist des Salzkammerguts Raum gegeben. Diese Programmlinie versalzt so manchen Kaiserschmarren. Mit einem Fokus auf Europa, werden Bedeutungen und Formen von Gegenkultur ergründet. Man widmet sich dabei nicht nur aktuellen Themen, sondern auch vergangenen, wie Nationalsozialismus und Widerstand.



“Auswirkungen des (Hyper)Tourismus” befasst sich mit den Konsequenzen der unglaublichen Schönheit der Region. Das Kulturhauptstadt-Programm beschäftigt sich kritisch mit dem Thema “Overtourism” und entwickelt einen kreativen Umgang mit einer europaweiten Herausforderung.

“Durst auf Rückzug” balanciert das Thema des (Hyper)Tourismus aus. Hier steht der Rückzug in unterschiedlichen Facetten im Mittelpunkt: So etwa Kulturtourismus mit neuen Formen der Sommerfrische. Gleichzeitig beschäftigt sich diese Programmlinie auch mit Menschen, die vor Krieg und Zerstörung im Salzkammergut Rückzug suchen. Projekte zu Umweltschutz und Klimawandel thematisieren den Rückzug der Natur.

Infobox: Das Präsentationsteam besteht aus 10 Personen: Hannes Heide (Bürgermeister Bad Ischl und MEP), Franz Steinegger (Bürgermeister Grundlsee, Biobauer, Festivalorganisator), Stefan Heinisch (Regionalentwickler und Tourismusmanager), Marie Gruber (Englisch- und Kunststudentin), Heidi Zednik (Künstlerin und Kulturarbeiterin), Lisa Neuhuber (Kulturarbeiterin), Sonja Zobel (Schauspielerin und Theaterproduzentin), Bashir Qonqar (Künstler und Sozialpädagoge), Petra Kodym (Künstlerin, Kulturarbeiterin und Musikschullehrerin) und Gottfried Hattinger (Kurator und Kulturarbeiter).




Link zur Live-Übertragung der Entscheidung: www.bundeskanzleramt.gv.at/live

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