SP-Grüne Landtagsinitiative deckt brisante Fakten zum „Geheimprojekt Berufsschulschließungen“ auf

SPÖ-Bildungssprecherin Sabine Promberger
SPÖ-Bildungssprecherin Sabine Promberger

Als Geheimprojekt mit Verschwiegenheitspflicht hat Landesrätin Haberlander ihr Projekt zur Schließung von Berufsschulen angelegt, hat SPÖ-Bildungssprecherin Sabine Promberger heute im Bildungsausschuss erfahren: „Ohne Indiskretionen im Vorfeld wären die konkreten Standorte wohl erst zum Beschluss in der Landesregierung bekannt geworden. Es hat keine ordentliche Einbindung der betroffenen Schülerinnen und Schüler, der betroffenen Lehrkräfte und auch nicht der Standortgemeinden gegeben. Deswegen wird die SPÖ diesen kurzsichtigen Berufsschulschließungen – mittlerweile ist von vier Standorten die Rede – keineswegs zustimmen“.

War Anfang Oktober durchgesickert, dass die Berufsschulen Braunau und Steyr 2 von Haberlander geschlossen werden sollen, sind zu diesen Standorten mittlerweile Wels 2 und Gmunden 2 dazugekommen. Diese Fakten kamen erst im heutigen Bildungsausschuss des Oö. Landtags im Zuge der Beratung des SPÖ/Grün-Antrags gegen Berufsschulschließungen ans Licht. „Aber auch bei der heutigen Erstinformation blieben zahlreiche Fragen offen. Haberlander konnte keine konkreten Parameter nennen, warum gerade jene vier Standorte geschlossen werden sollen“, so Promberger. Völlig offen ist auch die Frage, wie es mit Erwachsenen, die eine Lehre nachmachen wollen, weitergehen soll.

Speed kills dürfte auch bei den von Haberlandern beauftragten Berufsschulschließungen das Prinzip sein: Obwohl das Projekt offiziell „Geheimsache“ ist und erst in den kommenden 2 Wochen abgeschlossen werden soll, beabsichtigt sie laut den heutigen Informationen im Ausschuss die ersten Schulstandorte – Braunau und Steyr – bereits mit Ende des aktuellen Schuljahres zu schließen. SPÖ-Bildungssprecherin Sabine Promberger fordert die Einbindung der Standortgemeinden, des Lehrkörpers und der Berufsschülervertretung auf Augenhöhe ein, bevor eine Entscheidung gefällt wird: „Eine Alibi-Information reicht nicht aus. Es muss Gespräche auf Augenhöhe mit offenem Ausgang geben – sonst geht es ja nicht um Verhandlungen, sondern nur um die Übermittlung eines Herrschaftsbefehls“.

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