Bargehr/Mähr fokussiert auf großes Olympia-Ziel

Fotorechte: © Tobias Stoerkle
Fotorechte: © Tobias Stoerkle

Seit Mitte November befinden sich die beiden Bregenzer David Bargehr und Lukas Mähr in Split/Kroatien, um sich auf die kommende Saison vorzubereiten. „Bis zum 23. Dezember liegt hier unser Fokus auf Grundlagentraining, um mit einem guten Gefühl in die kommende Saison zu starten. Split ist für unsere Bedürfnisse perfekt geeignet, da hier sehr vielseitige Bedingungen herrschen. Wir haben eine große Welle, einen knackigen sowie ablandigen Wind. Also sehr ähnliche Bedingungen wie wir auch im Olympiarevier vor Enoshima vorfinden. Wir haben hier auch die perfekte Infrastruktur. Nicht nur, dass wir hier unser Boot haben, auch unser Trainer Mate Arapov kommt aus Split und kennt sich aus, wie in seiner Westentasche. Das gibt uns die perfekte Möglichkeit unser Material auszutesten, um ‚ready‘ in die neue Saison zu starten,“ zeigt sich Vorschoter Lukas Mähr motiviert.

Die vergangene Saison war für das OeSV-Duo äußerst lehrreich. In Enoshima verbuchten die Vorarlberger erste Achtungserfolge. Das große Ziel, das Nationenticket bei dem WM in Aarhus vorzeitig zu lösen, verpassten die WM-Dritten aus dem Jahr 2017 allerdings knapp. „Wir konnten in der vergangenen Saison vieles ausprobieren. Vor allem im Olympiarevier in Japan sind wir einen wichtigen Schritt vorwärtsgekommen. Wir konnten uns auf die Bedingungen vor Ort sehr gut einstellen und man hat gesehen, dass unsere Arbeit bereits Früchte trägt,“ erzählt Lukas Mähr über den positiven Saisonabschluss. „Dieser Abschluss war auch mental wichtig für uns, da es ja bei der WM nicht so geklappt hat, wie wir uns das vorgenommen haben. Wir haben vor der wichtigen Weltmeisterschaft viel Zeit in Aarhus verbracht. Die ersten Tage beim Kampf um das Nationenticket verliefen noch positiv. Die leichten, drehenden Winde in den letzten beiden Tagen haben uns aber dann einen Strich durch die Rechnung gemacht. Über zwei Drittel der WM waren wir vorne dabei, letztendlich haben wir die Quali aber leider verpasst. Wir haben aber den Kopf nicht in den Sand gesteckt und arbeiten jetzt fokussiert auf die nächste Chance,“ zeigt sich der Vorschoter motiviert.

Die kommende Saison, die für die beiden Olympia-Aspiranten ganz im Zeichen der Weltmeisterschaft vor Enoshima steht, startet in Jänner im Miami. „Das ist gleich ein Highlight zu Beginn der Saison. Es erwartet uns eine richtig coole Location mit Flachwasser und drehendem Wind. Wenn man weiter rausgeht gibt es aber auch Dünungswellen. Es ist ein abwechslungsreiches Revier, in das wir im Februar wieder zurückkehren werden, um die vorhandene Infrastruktur dort optimal zu nutzen,“ schwärmt David Bargehr von Miami. „Der Höhepunkt der Saison ist und bleibt aber die WM, bei der es um die nächsten Nationentickets geht. Es ist in dieser Saison das oberste Ziel dieses Ticket zu lösen. Diesem Ziel ordnen wir alles unter. Es spielt uns natürlich in die Karten, dass die WM-Vorbereitung und die Olympia-Vorbereitung Hand in Hand gehen, da beides im selben Revier ausgetragen wird. Jetzt gilt es vor Ort so viele Wasserstunden wie möglich zu sammeln und das bestmögliche Set-Up bis dahin zu bestimmen. Die Chancen auf das Nationen-Ticket sind zurzeit noch schwierig einzuschätzen. Sich für die Olympischen Spiele zu qualifizieren kann nie einfach sein. Wir vertrauen aber auf unsere Stärken und arbeiten täglich an unserem großen Ziel,“ zeigt sich der Steuermann stets positiv.

Das 470er-Team startet bereits im Mai ein erstes Trainingslager in Japan. Im Juni, während der Regensaison, kehren Bargehr/Mähr nach Europa zurück, um hier Regatten zu segeln. „Neben der EM in Italien, wollen wir uns natürlich auch für das Weltcup-Finale in Marseille qualifizieren, bei dem nur die besten Boote teilnehmen können,“ setzt sich David Bargehr weitere Ziele neben der so wichtigen Weltmeisterschaft.

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