Von Obertraun nach Siebenbürgen

Obertraun; Vor 275 Jahren wurden ca. 600 Evangelische aus dem Salzkammergut vertrieben, 31 davon stammten aus Obertraun.

Im Rahmen eines Ökumenischen Gottesdienstes wurde am vergangenen Sonntag der 31 Personen aus der Dachsteingemeinde gedacht. Gemeinsam mit 610 Salzkammergütler zählten sie damals zu den Stammvätern der „Landler“, die in den drei rumänischen Dörfern Neppendorf, Großau und Großpold bei Hermannstadt angesiedelt wurden.

Projekt „sichtbar.machen“

Um das Schicksal dieser Menschen sichtbar zu machen, wurde von Dr. Michael Kurz vom Studienzentrum Bad Goisern das historische Umfeld aufgearbeitet und in Zusammenarbeit mit den Welterbe-Gemeinden das Projekt „Sichtbar.machen“ organisiert. Die 31 Köpfe, die in nächsten Wochen im Bereich der Ökumenischen Linie zwischen der katholischen Kirche und dem evangelischen Bethaus zu besichtigen sind, wurden in einer abstrakten künstlerischen Installation entworfen. Die 31 Texte und Informationstafeln über das Schicksal der ausgesiedelten Personen wurden von den Kindern der Obertrauner Volksschule gestaltet.

Ökumenischer Gottesdienst

Die Volksschul-Kinder und ihre Lehrer wirkten auch beim Ökumenischen Gottesdienst mit, bei dem die damals betroffenen Personen auch vorgestellt wurden. Die Namen der neun betroffen Familien mit 15 Kindern waren Eggenreiter, Kaiser, Kössler und Laserer. Die beiden Pfarrer, Mag. Even Benck und August Stögner, erwähnten in ihren Worten, dass durch die Beschäftigung mit dem Thema die Sensibilität für gegenseitige Toleranz – wie sie in Obertraun durch die Ökumene bereits gelebt wird – verstärkt wird. Und der Leitspruch der Ökumenischen Linie in Obertraun passte auch zum Projekt „sichtbar.machen“: „Was uns verbindet ist stärker als das, was uns trennt!“

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