LRin Langer-Weninger: OÖ Agrarpreis 2022: Mutmacher, Innovationen und Erfolgsbeispiele vor den Vorhang holen

Fotos: Land OOE/Ernst Grilnberger
Fotos: Land OOE/Ernst Grilnberger

„Das Interesse an Lebensmitteln und ihrer Produktion ist groß. Die Verbraucher/innen wollen wissen, wie ihre Nahrung produziert wird und woher sie kommt. Viele Akteure nutzen dieses Interesse für ihre eigenen Kommunikations- und Marketingzwecke. Die Bühne, die den eigentlichen Hauptdarstellern, den Landwirt/innen, zur praxisnahen Präsentation, also abseits der beliebten Stereotype bleibt, ist klein. Mit dem OÖ Agrarpreis 2022 wollen wir hier gegensteuern. Mit ihm holen wir die zahlreichen Innovationen, Mut machenden Beispiele sowie die bäuerlichen Erfolgs- und Nachhaltigkeitskonzepte vor den Vorhang. Denn eines steht fest: Oberösterreichs Landwirtschaft bietet großes Kino. Es braucht nur eine Bühne, um das zu zeigen.“
Agrar-Landesrätin Michaela Langer-Weninger
OÖ Agrarpreis 2022: Auszeichnung und Marketing in einem

Innovationen, Produktneuheiten, Digitalisierungssprünge, nachhaltigere Produktionsweisen, ... wenn Industrie- und Wirtschaftsunternehmen neue Akzente setzen oder Veränderungen vollziehen, wird das stets medienwirksam als großer Wurf präsentiert. Gutes Marketing eben.
Bescheiden – oft sogar zu bescheiden – gehen die Bäuerinnen und Bauern in punkto PR und Marketing vor. „Wie viel sich auf den heimischen Höfen und in der gesamten Agrarwirtschaft tut, bleibt dem Gros der Bevölkerung damit oft verborgen. Gleiches gilt für die wirtschaftliche Bedeutung der Landwirtschaft. Während der Corona-Pandemie hat die Agrarwirtschaft ihre Rolle als Konjunkturmotor für die vor- und nachgelagerte Sektoren gezeigt. Agrar- und Lebensmittelexporte sind zudem einer der Treiber des österreichischen Wirtschaftswachstums und tragen maßgeblich zum Wohlstand unseres Landes und der guten Arbeitsmarktsituation bei“, so Agrar-Landesrätin Michaela Langer-Weninger, die sich hierfür mehr Aufmerksamkeit wünscht.
Vor etwas weniger als 130 Tagen hat Landesrätin Langer-Weninger ihr Amt daher mit dem Ziel angetreten, die Leistungen der „Wirtschaft am Land“, der
Land- und Forstwirtschaft, vor den Vorhang zu holen: „Ich will den Bäuerinnen und Bauern eine Plattform bieten, um Marketing im großen Stil und im eigenen Namen zu betreiben. Erste Maßnahme und ein zentrales Instrument hierfür ist der OÖ Agrarpreis 2022. Bewerbungen sind ab morgen, dem 1. März 2022 möglich. Ich rufe die Bäuerinnen und Bauern dazu auf, die Gelegenheit zu nutzen und ihre tollen Betriebe zu präsentieren. Wir Bauern dürfen unser Licht nicht unter den Scheffel stellen. Zeigen wir den Medien und den Mitbürger/innen welche großartige, fortschrittliche und nachhaltige Arbeit auf den Höfen geleistet wird.“

Agrarpreis: lange Tradition, neue Akzente
In der Land- und Forstwirtschaft wird in Generationen gedacht. Aufbauend auf der Arbeit der Vorgänger wird Gutes noch besser gemacht, ohne dass die Tradition dabei verloren geht. Selbiges gilt für den OÖ Agrarpreis 2022.

Erstmals ausgeschrieben wurde er 1991 vom damaligen Agrar-Landesrat Leopold Hofinger. 31 Jahre später und quasi in vierter Generation ist der Reigen nun an Oberösterreichs erster Agrar-Landesrätin, Michaela Langer-Weninger, den Agrarpreis zu vergeben. Neue Akzente inklusive: „Klimaschutz und Bester ‚Online-Auftritt‘ sind zwei neue Preiskategorien, die den aktuellen Entwicklungen in der Gesellschaft und am Markt Rechnung tragen sollen. Sie ergänzen die bewährten Kategorien Produktivität und Einkommensdiversifikation. Insgesamt will ich den Agrarpreis noch stärker pushen als meine Vorgänger und dadurch die Aufmerksamkeit auf unsere bäuerlichen Top-Unternehmer/innen lenken.“
Oberösterreichs Agrar-Landesrätin meint weiter: „Die vergangenen Monate waren wirtschaftlich schwer. Auch jetzt stellt sich die Marktlage für viele Familienbetriebe als Herausforderung dar. Der OÖ Agrarpreis soll ein positiver Gegenpol, eine Motivation und ein Anreiz zum Investieren und Weitermachen sein. Und hoffentlich das Comeback der Agrarwirtschaft zu alter Stärke und auch in neue Höhen einläuten.“

Organisiert und abgewickelt wird der elfte Agrarpreis des Landes Oberösterreichs wie auch in den Jahren zuvor über die Abteilung Land- und Forstwirtschaft. Für Abteilungsleiter Mag. Hubert Huber hat der Preis einen hohen Stellenwert. Er erklärt: „Oberösterreichs Landwirtschaft lebt von Vielfalt und Innovation, sie braucht aber auch Bewusstseinsbildung. Der Agrarpreis 2022 präsentiert den multifunktionalen Wert der Landwirtschaft in der breiten Öffentlichkeit.“

Hard Facts zum OÖ Agrarpreis 2022:
? 15 Preise mit einem Preisgeld von insgesamt 27.000 Euro
? 3 Kategorien: Produktivität, Einkommen, Klimaschutz; mit je vier Preisen (1. Platz = 3.000 Euro, 2. Platz = 2.000 Euro 3. Platz = 1.500 Euro, Anerkennungspreis = 1.000 Euro)
? 1 Sonderkategorie: „Bester Online-Auftritt“ mit drei Preisen à 1.500 Euro

„Eine Bewerbung für den OÖ Agrarpreis 2022 ist im Zeitraum vom 1. März bis zum 15. April 2022 online über die Website des Landes Oberösterreich sowie über www.dasbestefuersland.at möglich“, erklärt DI Martin Raxendorfer, der zuständige Projektleiter des Landes. Er steht für Fragen rund um den Bewerbungsprozess unter der Telefonnummer: 0 732/77 20 – 11 522 oder via E-Mail an: lfw.post@ooe.gv.at zur Verfügung.

Die Entscheidung, welche Betriebe, agrarische Institutionen, Bauernverbände oder landwirtschaftliche Initiativen schlussendlich mit dem begehrten OÖ Agrarpreis ausgezeichnet werden, wird basierend auf dem Vorschlag einer Fachjury unter der Leitung von BOKU-Professor Siegfried Pöchtrager von der Oö. Landesregierung getroffen. Bei einer Festveranstaltung in den Linzer Redoutensälen am Freitag, den 17. Juni 2022 werden die 15 Preisträger der breiten Öffentlichkeit vorgestellt.

„Auch wenn nur 15 Betriebe mit dem OÖ Agrarpreis 2022 ausgezeichnet werden können, ist mir wichtig festzuhalten: Oberösterreich hat viele Top-Betriebe, in Summe rund 30.000. Diese überwiegend familiengeführten, kleinstrukturierten Betriebe erwirtschaften jährlich einen Produktionswert von zwei Milliarden Euro. Gerade in der tierischen Produktion im Schweinebereich, Milch- und Rinderbereich ist Oberösterreich mit bis zu 40 Prozent Produktionsanteil das stärkste Agrarland Österreichs“, schildert Landesrätin Michaela Langer-Weninger.


Agrar-Landesrätin Michaela Langer-Weninger, LFW-Abteilungsleiter Mag. Hubert Huber und Projektleiter DI Martin Raxendorfer wollen mit dem OÖ Agrarpreis 2022 der Landwirtschaft eine Bühne geben und die bäuerlichen Unternehmer/innen vor den Vorhang holen.

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