Österreich richtet Heim-Europameisterschaft aus – Wasserski-Elite macht Halt am Salmsee

Im Rahmen einer Pressekonferenz im Olympiazentrum Oberösterreich wurde heute die Europameisterschaft im Wasserski, die IWWF Europa & Afrika Open Waterski Championships 2025, offiziell der breiten Öffentlichkeit präsentiert. Von 7. bis 9. August wird der traditionsreiche Salmsee in Steyregg zum Schauplatz eines der größten internationalen Wassersport-Highlights des Jahres, wenn mehr als 90 Athletinnen und Athleten aus bis zu 25 Nationen am Start stehen. In den Disziplinen Slalom, Trick und Jump kämpfen sie um die begehrten EM-Medaillen – mittendrin ein starkes und ambitioniertes rot-weiß-rotes Team, das vor heimischer Kulisse Großes vorhat.
Starkes rot-weiß-rotes Team vor Heimkulisse
Der Österreichische Wasserski- und Wakeboardverband (ÖWWV) entsendet ein schlagkräftiges elfköpfiges Aufgebot. Besonders im Fokus stehen Lokalmatador Alexander Gschiel, der als aktueller österreichischer Rekordhalter im Trickbewerb zu den Top 10 Europas in der Kombination zählt, und Luca Rauchenwald, der als erster heimischer Athlet die magische 70-Meter-Marke im Springen überboten hat. Gemeinsam mit Nicola Kuhn, Nikolaus Attensam, Lilli Steiner und Leona Berner bilden sie das Rückgrat des Nationalteams, das sich in den letzten Wochen in Topform präsentiert hat.
Österreichischer EM-Kader 2025:
Damen:
Leona Berner (WLUF Fischlham/OÖ)
Nicola Kuhn (Union WSV Linz Donau/OÖ)
Lilli Steiner (WSC Ossiachersee/K)
Lisa Gusenbauer (WLUF Fischlham/OÖ – Wildcard)
Herren:
Alexander Gschiel (WSZ Salmsee/OÖ)
Luca Rauchenwald (Pörtschach/K)
Vincent Ahammer (WLUF Fischlham/OÖ)
Nikolaus Attensam (IWWC Wien)
Moritz Engelhardt (IWWC Wien – Wildcard)
Claudio Köstenberger (WSC Ossiachersee/K – Wildcard)
Daniel Dobringer (WLUF Fischlham/OÖ – Wildcard)
Starkes Bekenntnis von Politik und Partnern
Im Beisein zahlreicher Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Sport wurde nicht nur das sportliche Programm vorgestellt, sondern auch auf die hohe Bedeutung der Heim-EM für den Standort Oberösterreich verwiesen. Wirtschafts- und Sportlandesrat Markus Achleitner bekräftigte die Strahlkraft der Veranstaltung für die gesamte Region und würdigte die intensive Arbeit des Organisationsteams:
„In den vergangenen Jahren hat sich Oberösterreich als verlässlicher und engagierter Gastgeber internationaler Sportgroßveranstaltungen etabliert. Ich freue mich, dass wir nach den Spitzenveranstaltungen in verschiedenen Sportarten nun auch den besten Athletinnen und Athleten der europäischen Wasserski-Szene im Sportland Oberösterreich wieder eine große Bühne bieten können. Veranstaltungen dieser Größenordnung bringen nachhaltig positive sportliche Impulse. Dass sechs Asse aus dem rot-weiß-roten EM-Team 2025 aus Oberösterreich stammen, zeigt, dass sich der Wasserski-Sport in unserem Bundesland gut entwickelt, dass gute Nachwuchsarbeit geleistet wird und er einen hohen Stellenwert einnimmt. Das wird auch nach der EM so bleiben. Gleichzeitig sorgt dieses internationale Sommersportereignis für gut gefüllte Betten in den Tourismusbetrieben der Region – ein schöner Beweis für die positiven wirtschaftlichen Effekte solcher Veranstaltungen. Als Sportland Oberösterreich sind wir daher gerne als Partner mit dabei. Ein großes Dankeschön richte ich bereits vorab an den Wasserski- und Wakeboardverband, die Crew vom Wasserskisportzentrum Salmsee und alle, die zu einem weiteren großartigen Sport-Event in Oberösterreich beitragen.“
Markus Auer, Generaldirektor der VKB, unterstrich den Stellenwert des Sports als verbindendes Gemeinschaftserlebnis und betonte die wichtige Vorbildfunktion für den Nachwuchs: „Leistung, Disziplin und der unbedingte Wille, sich ständig zu verbessern – das verkörpern Nicola Kuhn und Alexander Gschiel als Mitglieder des VKB-Sport-Teams, EM-Teilnehmer und aussichtsreiche Medaillenkandidaten bei der Heim-EM am Salmsee. Gerade in herausfordernden Zeiten brauchen wir solche Vorbilder, die zeigen, dass Einsatz, Anstrengung und harte Arbeit zum Erfolg führen. Deshalb fördern wir als VKB gezielt sportliche Spitzenleistungen wie bei der Heim-EM und sind stolzer Hauptsponsor des Events.
Auch der Österreichische Wasserskiverband sieht in der Heim-EM große Chancen: „Das Austragen einer Heim-Europameisterschaft hat für den Österreichischen Wasserskiverband (ÖWWV) und die heimischen Athlet:innen eine herausragende Bedeutung – sportlich, strukturell und emotional. Für den Verband bedeutet eine Heim-EM internationale Sichtbarkeit und die Chance, sich als Organisator, vor allem aber als Gastgeber zu präsentieren und profilieren. Großereignisse bringen in der Regel auch Investitionen in die Infrastruktur (Anlagenmodernisierung, Sicherheit, Medienpräsenz), von denen der Sport langfristig profitiert. Für die heimischen Athlet:innen bringt eine Heim-EM sowohl einen sportlichen Heimvorteil als auch die Chance, durch mehr Medienpräsenz den eigenen als auch den Bekanntheitsgrad des Wasserskisports zu steigern“, zeigt sich der ÖWWV Präsident, Michael Rauchenwald, begeistert, als Gastgeberland zu fungieren.
Seitens des Oberösterreichischen Wasserski- und Wakeboardverbands informierten Präsident Leo Jindrak und Sportwart René Gschiel zu den Erwartungen des Nationalteams:
„Wir haben in den letzten 15 Jahren ein sehr starkes österreichweites Nachwuchsteam aufgebaut. Gut ein Drittel dieser talentierten Sportler ist uns leider während dieser Aufbaujahre verloren gegangen. Erst letztes Jahr in Lacanau/FRA hat dieses junge Nachwuchsteam mit tollen Einzelleistungen eine Europameisterschafts GOLD Medaille im Teambewerb (U21) erreichen können. Sie haben sich dabei gegen Jahrzehnte lang führende Länder wie Frankreich, Italien durchgesetzt. Einige dieser jungen Sportler sind nun in die stärkste Open-Klasse aufgestiegen und dem entsprechend positiv blicken wir dieser Heim-EM sowie auch den kommenden Jahren entgegen“, zeigt sich OÖWWV Präsident Leo Jindrak optimistisch für das Heim-Team.
„Die Stärken des Teams sehe ich vorwiegend darin, dass mehrheitlich die sogenannten Overall-Skier (Slalom, Trick, Jump) weiterentwickelt haben. Overall-Skier bedeutet, dass der Trainingsaufwand in den jeweils völlig differenzierten Einzeldisziplinen am Wasser, als auch in der Vorbereitung im Winter, wesentlich aufwändiger ist als bei einem sogenannten Spezialisten (welcher in der Regel eine Disziplin ausübt). Am Ende bringen die Overall-Skier bei guten Ergebnissen dem entsprechend die meisten Punkte für die Team-Wertung“, erläutert Sportwart René Gschiel die Chancen der heimischen Sportler:innen.
Kurt Fenzl vom veranstaltenden Wassersportzentrum Salmsee zeigt sich schon im Vorfeld begeistert von dem internationalen Sportevent: „Am Salmsee wurden bereits 1998 und 2005 Europameisterschaften und 2007 eine WM ausgetragen. Dieser liegt eingebettet in eine Naturlandschaft mit einem herrlichen grünen Rundumblick. Dies ist mit ein Grund, dass wir in der Lage sind uns mit allen Europäischen Austragungsorten zu vergleichen. Die Zuschauer dürfen sich in diesem wunderschönen Ambiente auf Spannendes und Spektakuläres freuen. Unser Wunsch ist es, dass wir mit dieser Europameisterschaft einen Impuls für den Wasserskisport in unserem Bundesland setzen.“
Auch die Aktiven selbst kamen zu Wort. Alexander Gschiel und Luca Rauchenwald gaben Einblicke in ihre persönliche Vorbereitung und Ziele, Leona Berner blickte voller Vorfreude auf ihr Heim-EM-Debüt:
„Es fühlt sich mega an und ich schätze es sehr einen Heimvorteil zu haben, denn so eine Chance ergibt sich leider nicht so oft. Der See ist wie mein Zuhause, ich bin dort aufgewachsen und kenne ihn bestimmt besser als alle anderen Teilnehmer. Mein Ziel ist eine Top 5 Platzierung im Overall, mit ein wenig Glück vielleicht sogar in den Top 3. Ich habe große Erwartungen, denn in Österreich können die Bedingungen oftmals sehr herausfordernd sein, und ich weiß, dass unsere Athlet:innen gerade auf diese Bedingungen vorbereitet sind. Es ist einfach die beste Motivation, wenn du weißt, dass deine Familie, Freunde, Bekannte am Ufer stehen, da gibt’s kein Zurück, da willst du einfach performen“, zeigt sich Lokalmatador Alexander Gschiel motiviert für seine Heim EM.
Auch bei Sprung-Rekordmann Luca Rauchenwald steigt die Vorfreude vor heimischem Publikum performen zu dürfen: „Die 70,50 Meter letztes Jahr zu springen war ein ganz besonderes Gefühl. Ich hoffe sowas Ähnliches hier daheim am Salmsee erleben zu dürfen. Die Europameisterschaft ist bei mir immer groß im Kalender markiert da es schon länger mein Ziel is,t diese zu gewinnen. Ich war in den letzten Jahren schon oft nah dran mit einigen zweiten und dritten Plätzen im Springen, aber um ganz oben auf dem Podium zu stehen, hat es leider noch nicht gereicht. Speziell daheim wäre das ein großer Traum, der in Erfüllung gehen würde.“
Formstark ins Saisonhighlight
Mit den Linz Open am 12. Juli sowie den Staatsmeisterschaften in Fischlham (18. Juli) haben die österreichischen Wasserski-Asse zuletzt wichtige Härtetests absolviert und sich optimal auf das Saisonhighlight vorbereitet. Nun gilt die volle Konzentration dem großen internationalen Showdown am Salmsee. Die offizielle Eröffnungsfeier der EM findet am 7. August statt, das große Finale und die Entscheidung um EM-Gold stehen am 9. August auf dem Programm.
Ablauf & Rahmenprogramm
Vorläufiger Zeitplan:
• 05. – 06. August, ab 10.00 Uhr – ca. 19.00 Uhr: Offizielles Training
• 07. – 08. August, 8.00 Uhr – ca. 19.00 Uhr: Qualifikationsläufe
• 09. August, 7.30 Uhr – 19.00 Uhr: Finalrunden in Slalom, Trick und Jump
(inkl. Siegerehrungen in den jeweiligen Disziplinen) • 10. August: Reservetag bei wetterbedingten Verschiebungen
Neben den Wettkämpfen dürfen sich die Besucher:innen auf ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm freuen – mit Verpflegungsständen, Musik und Aktionen für die ganze Familie.
Eintritt frei – Mitfiebern ausdrücklich erwünscht
Der Eintritt zur gesamten Veranstaltung ist kostenlos. Das WSZ Linz/Salmsee lädt Sportbegeisterte, Familien, Schulklassen und Neugierige herzlich ein, internationale Top-Athlet:innen live zu erleben und den Nervenkitzel des Wasserskisports hautnah mitzuverfolgen.
Foto1 v.l.: Luca Rauchenwald (Athlet aus Österreichs EM-Kader), Wirtschafts- und Sport-Landesrat Markus Achleitner, Mag. Markus Auer (VKB-Generaldirektor und Vorstandsvorsitzender), Alexander Gschiel (Athlet aus Österreichs EM-Kader), Rene Gschiel (Sportwart OÖ Wasserski- und Wakeboardverband), Kons. KommR Leo Jindrak (Präsident OÖ Wasserski- und Wakeboardverband), Kurt Fenzl (Präsident Wasserskisportzentrum Salmsee)
Bilder:








