„Tagsüber gesperrte Bahnstrecken sind unzumutbar!“

Der Verkehrssprecher im ÖVP Landtagsklub Rudolf Raffelsberger
Der Verkehrssprecher im ÖVP Landtagsklub Rudolf Raffelsberger

Der Verkehrssprecher im ÖVP Landtagsklub Rudolf Raffelsberger warnt vor massiven Auswirkungen der neuen Instandhaltungsfenster (IHF) der ÖBB-Infrastruktur AG. Diese sehen vor, dass Wartungsarbeiten künftig nur noch tagsüber stattfinden sollen – also mitten im laufenden Betrieb.

„Wenn Regional- und Nahverkehrsstrecken stundenlang gesperrt werden, Züge ausfallen und Anschlüsse verloren gehen, ist das für Pendlerinnen und Pendler, Schüler und Familien unzumutbar“, betont Raffelsberger.

Die geplanten Tages-Sperren würden mehrmals pro Monat zu massiven Einschränkungen führen. „Gerade jene, die wir motivieren wollen, vom Auto auf die Bahn umzusteigen, werden so verärgert. Wenn die Bahn unzuverlässig wird, steigen die Menschen wieder ins Auto – das schadet nicht nur der Umwelt im Besonderen schadet es der Lebensqualität in den Regionen“, warnt Raffelsberger.


Unbestritten sei, dass Wartung und Instandhaltung wichtig sind. Niemand will, dass unsere Bahnen schlecht gewartet oder gar unsicher sind „Aber die ÖBB darf ihre Einsparungen nicht auf dem Rücken der Fahrgäste austragen. Bisher wurden solche Arbeiten nachts oder außerhalb der Hauptverkehrszeiten erledigt – das war im Sinne der Fahrgäste und das muss auch so bleiben.“


Der Oö. Landtag fordert daher in einer Resolution die Bundesregierung auf, die geplanten Instandhaltungsfenster in der derzeitigen Form zurückzunehmen und Sperrzeiten soweit möglich in verkehrsarme Zeiten zu verlegen.

„Der öffentliche Verkehr ist dann stark, wenn er verlässlich und planbar ist“, so Raffelsberger abschließend. „Wir stehen für eine sichere und gut gewartete Bahn – aber gegen eine Politik, die die Fahrgäste im Regen stehen lässt. Wer will, dass Menschen die Öffis nutzen, darf sie nicht durch Tagesbaustellen und Zugausfälle vergraulen!“

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