Thomas Bernhards „ELISABETH II.“ begeistert in Gmunden

(Copyright Rudi Gigler)
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Mit Thomas Bernhards ELISABETH II. – Keine Komödie ist den Salzkammergut Festwochen Gmunden und dem Landestheater Linz ein bemerkenswerter Theaterabend gelungen, der Bernhards sprachliche Präzision, seinen bitterbösen Humor und seine gesellschaftliche Schärfe eindrucksvoll in die Gegenwart übersetzt.

Regisseur David Bösch vertraut dabei ganz auf die Kraft des Textes und die Intensität seiner Figuren. Im Zentrum steht Sven-Eric Bechtolf als Großindustrieller Herrenstein, der mit großer Präsenz, feiner Ironie und beeindruckender sprachlicher Virtuosität eine jener Bernhard-Figuren verkörpert, die zwischen Komik, Verzweiflung und gnadenloser Weltsicht oszillieren. Gemeinsam mit Christian Higer, Gunda Schanderer und Lutz Zeidler entsteht ein präzises, dichtes Kammerspiel, das das Publikum gleichermaßen zum Lachen, Nachdenken und Staunen bringt.

Die ersten Reaktionen der überregionalen Feuilletons würdigen insbesondere die hohe schauspielerische Qualität, die kluge, zurückgenommene Regiearbeit und die erstaunliche Aktualität von Bernhards Gesellschaftsanalyse. Was als groteskes Schauspiel um einen Staatsbesuch beginnt, entfaltet sich zu einer zeitlosen Reflexion über Repräsentation, Schaulust und die menschliche Sehnsucht nach Zugehörigkeit.

Mit dem diesjährigen BERNHARD.FEST setzen die Salzkammergut Festwochen Gmunden ihren Weg fort, Literatur und Theater nicht nur als kulturelles Ereignis, sondern als Räume für Begegnung, Diskurs und neue Perspektiven erlebbar zu machen.

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