Almtaler Notarzthubschrauber: Bevölkerung und Regionalpolitik fordern Antworten!

ÖVP Grünau: Martin 3 ist für die notfallmedizinische Versorgung im Almtal unverzichtbar. Offene Fragen rund um die Kündigung des Standorts müssen rasch beantwortet werden.
Die aktuelle Situation rund um den Notarzthubschrauber Martin 3 sorgt im Almtal weiterhin für große Verunsicherung. Nachdem öffentlich bekannt wurde, dass der bestehende Vertrag gekündigt wurde, fordert die ÖVP Grünau rasche und nachvollziehbare Antworten.
„Martin 3 ist für unsere Region weit mehr als ein Rettungshubschrauber. Wenn es ernst wird, zählt jede Sekunde. Gerade bei uns im Almtal ist schnelle medizinische Hilfe im Ernstfall von besonderer Bedeutung“, betont Markus Mitteregger, Gemeindeparteiobmann der ÖVP Grünau.
Die öffentliche Stellungnahme der ÖVP Grünau zum Erhalt von Martin 3 habe in der Bevölkerung großen Anklang gefunden. Viele Rückmeldungen hätten gezeigt, wie wichtig den Menschen in Grünau und im gesamten Almtal der Verbleib des Notarzthubschraubers ist.
„Viele Menschen in unserer Region haben in schwierigen Situationen bereits Hilfe durch Martin 3 und sein Team erhalten. Das Team genießt nicht ohne Grund weit über die Bezirksgrenzen hinaus einen hervorragenden Ruf, in der Bevölkerung ebenso wie in der Zusammenarbeit mit den Blaulichtorganisationen“, so Mitteregger.
Kritisch sieht die ÖVP Grünau vor allem die bisherige Informationspolitik des Flugplatzbetreibers. Gemeindevertreter und Bevölkerung hätten von den Vorgängen zunächst aus den Medien erfahren. Erst danach sei ein Schreiben an Gemeindevertreter ergangen, das zwar die weitere Nutzung des Standorts für einen Rettungshubschrauber in Aussicht stelle, zentrale Fragen aber offenlasse. Dass zugleich von einer Medienkampagne gesprochen werde, sei für Mitteregger nicht nachvollziehbar.
Für Rückfragen wurde auf die Rechtsvertretung verwiesen. Eine entsprechende Anfrage der ÖVP Grünau vom Donnerstag blieb bis zum Zeitpunkt dieser Aussendung unbeantwortet. „Wenn einerseits von der Sicherstellung der Versorgung gesprochen wird, andererseits aber ein etablierter Standort mit eingespieltem Betrieb gekündigt wird, muss erklärt werden, wie diese Versorgung konkret gesichert werden soll. Die Bevölkerung hat ein Recht darauf zu erfahren, was los ist“, stellt Mitteregger klar.
Mitteregger, der selbst seit mehr als zehn Jahren im Bezirk Gmunden ehrenamtlich im Rettungsdienst tätig ist, erinnert auch an die Anfangszeit von Martin 3: „Ich habe während meines Zivildienstes selbst die ersten Tage von Martin 3 miterlebt. Seither ist der Notarzthubschrauber ein wichtiger Bestandteil der notfallmedizinischen Versorgung in unserer Region und hat sich bei vielen Einsätzen bewährt.“
Für die ÖVP Grünau ist klar: Martin 3 muss auch in Zukunft für die Menschen im Almtal und in der gesamten Region da sein. „Ich sehe nicht ein, warum ein bewährter Standort mit etabliertem Betreiber und eingespieltem Team, auf das sich Bevölkerung und Einsatzorganisationen verlassen können, nun solche Unsicherheit entsteht. Wir setzen uns klar dafür ein, dass Martin 3 weiterhin schnelle Hilfe für Grünau und die ganze Region leisten kann“, so Mitteregger.
Sollte es tatsächlich so weit kommen, dass es eine Übergangslösung oder einen alternativen Standort braucht, steht für die ÖVP Grünau fest: Wir werden alles unterstützen, was dazu beiträgt, Martin 3 für das Almtal zu erhalten. Für uns steht an oberster Stelle, dass die Menschen in unserer Region auch in Zukunft auf schnelle medizinische Hilfe zählen können.






