„Premblechner Karte“ im Welterbemuseum Hallstatt

Eine Kopie der „Premblechner Karte“ ist im Welterbemuseum Hallstatt ausgestellt. Einige Infos zu dieser Karte von Kustos H.J. Urstöger: In den Nachtstunden des 20. September 1750 wurde der Markt Hallstatt von einer furchtbaren Brandkatastrophe heimgesucht. Ausgangspunkt des Feuers war das Haus des Keferbäcks am Marktplatz (Nr.61), von wo aus dem Flammenmeer ein Großteil des Ortsteiles Markt
zum Opfer fiel. Sämtliche ärarischen Gebäude wie die Hofkapelle, die Spitalskirche, das Pfannhaus und alle dazugehörenden Bauten sowie 9 Salzfertigerhäuser und zahlreiche Privatgebäude wurden im Verlaufe dieses Großbrandes in Asche gelegt. Nach dem Brand wurden das Sudhaus und die ärarischen Gebäude in den Ortsteil Lahn verlegt. Der Ortsteil Markt wurde neu aufgebaut und hatte nun ein völlig verändertes Aussehen.
Vor einiger Zeit wurde die Abbildung einer alten Karte mit der Gesamtansicht des Ortes Hallstatt an das Hallstätter Museum mit der Bitte um Information über Herkunft und Alter gesendet. Vom Museum wurde die Ansicht an die beiden Historiker Johann Unterberger und Friedrich Idam weitergeleitet.
Diese erkannten die Bedeutung der Karte, ermittelten den Zeichner (Jakob Anton Premblechner), die Zeit ihrer Entstehung vor dem großen Marktbrand 1750 (zwischen 1733 und 1741) und den aktuellen Ort der Karte im Wiener Museum Albertina. Sie bearbeiteten die Ortsansicht, erstellten eine Auflistung der damaligen Gebäude und stellten den Bezug zur heutigen Situation her.
Nachdem man in der Albertina die Bedeutung der „Premblechner Karte“ erkannte, wurde sie in einer eindrucksvollen Ausstellung der Öffentlichkeit in Wien präsentiert.
Der Präses des Welterbemuseums Hallstatt, Bürgermeister Alexander Scheutz, nahm mit der Albertina Kontakt auf und erwarb eine großformatige Kopie der Karte, die nun bei einem Rundgang durch das Welterbemuseum zu bewundern ist.








