Landesrat Achleitner: In Oberösterreich wird 2026 der Schutz von Grünland weiter ausgebaut

Wirtschafts- und Raumordnungs-Landesrat Markus Achleitner: „Bereits jetzt gibt es in unserem Bundesland mehr geschützten Grünraum als gewidmetes Bauland – im neuen Jahr kommen zu den drei bereits bestehenden regionalen Grünzonen zwei weitere dazu“
„Boden schützen & Zukunft ermöglichen – dieser Grundsatz wird auch im neuen Jahr 2026 die nachhaltige Raumordnungspolitik in Oberösterreich prägen. So wird in unserem Bundesland der Schutz des Grünlandes weiter ausgebaut: Zu den drei bereits bestehenden regionalen Grünzonen werden 2026 zwei weitere dazukommen. Die Erarbeitung der Grünzonen für die Regionen Ried/A8-Antiesental mit insgesamt 23 Gemeinden und Gmunden/Vöcklabruck mit 27 Gemeinden laufen bereits“, kündigt Wirtschafts- und Raumordnungs-Landesrat Markus Achleitner an. „Auch die Erstellung dieser beiden neuen regionalen Grünzonen wird wieder in enger Abstimmung mit den Gemeinden der betreffenden Regionen erfolgen“, so Landesrat Achleitner. „Bereits jetzt werden mit den regionalen Grünzonen Linz-Umland, Eferding und Wels-Grieskirchen schon 66.000 Hektar Grünland vor einer Umwidmung in Bauland geschützt. Das sind deutlich mehr als es gewidmetes Bauland in Oberösterreich gibt, denn das waren mit 1. Jänner des Vorjahres insgesamt 62.727 Hektar“, unterstreicht Landesrat Achleitner.
Mit der Verordnung von regionalen Grünzonen setzt das Land sowohl die Ziele der OÖ. Raumordnungs-Strategie #upperREGION2030 als auch der Österreichischen Bodenstrategie um. Mit der Schaffung von großflächigen regionalen Grünzonen schützt das Land Oberösterreich nicht nur Grünland vor der Umwidmung in Bauland, sondern erhält auch zusammenhängende Naturräume. „Zugleich werden wir auch weiterhin dem Grundsatz folgen, nicht einfach regionale Grünzonen über das gesamte Bundesland darüberzustülpen, sondern sie dort zu verordnen, wo es notwendig ist, weil besonderer Siedlungsdruck herrscht“, stellt Landesrat Achleitner fest.
Bei Flächeninanspruchnahme weist OÖ zweithöchsten Rückgang pro Einwohner im Bundesländervergleich auf
Dass die nachhaltige Raumordnungspolitik in Oberösterreich bereits deutlich Wirkung zeigt, untermauert auch der aktuelle Flächenmonitoring-Bericht, den das Umweltbundesamt im Auftrag der Österreichischen Raumordnungskonferenz erstellt hat: „Die neuen Daten für 2025 und die Vergleichsdaten von 2022 zeigen, dass Oberösterreich nach Wien den zweithöchsten Rückgang der Flächeninanspruchnahme pro Einwohner im Bundesländervergleich aufweist. Dies ist umso bemerkenswerter, als Oberösterreich nach Wien das zweitstärkste Bevölkerungswachstum verzeichnet. Das belegt, dass unserem Bundesland die Entkoppelung der Flächeninanspruchnahme vom Bevölkerungswachstum gelungen ist“, erläutert Landesrat Achleitner,
Konkret ist die Flächeninanspruchnahme pro Einwohner in Oberösterreich von 2022 bis 2025 um 5,1 m² pro Einwohner zurückgegangen. Das ist nach Wien mit -5,7 m2 der zweithöchste Rückgang im Bundesländervergleich. Zum Vergleich: Im Gegensatz zu allen übrigen Bundesländern weisen Kärnten und das Burgenland eine Zunahme bei der Flächeninanspruchnahme pro Einwohner auf: Kärnten ein Plus von 1,6 m2 und das Burgenland sogar von 4,4 m2.
Baulandreserven in Oberösterreich erfolgreich mobilisiert
„Das beste Bauland ist jenes, das nicht neu gewidmet werden muss, sondern in Nutzung gebracht werden kann. Umso erfreulicher, dass laut aktuellem Monitoring des Umweltbundesamtes Oberösterreich nach Niederösterreich den zweitstärksten Rückgang bei Baulandreserven verzeichnen konnte. Seit 2022 konnten 550 ha an Baulandreserven in Nutzung gebracht werden, das entspricht einer Fläche von rund 770 Fußballfeldern, die somit nicht neu gewidmet werden mussten“, erklärt Landesrat Achleitner. „Das ist auch ein Beleg dafür, dass unsere Maßnahmen zur Baulandmobilisierung, die wir mit der OÖ. Raumordnungsnovelle 2021 gesetzt haben, greifen“, so Landesrat Achleitner.
OÖ weist weiterhin die drittniedrigste Flächeninanspruchnahme aller Bundesländer im Dauersiedlungsraum auf
„Mit 15,71 % Anteil am Dauersiedlungsraum hat Oberösterreich auch 2025 die drittniedrigste Flächeninanspruchnahme im Dauersiedlungsraum im Bundesländervergleich aufgewiesen, ebenso wie bereits 2022. Damit liegt Oberösterreich auch klar unter dem Österreich-Schnitt von 17,44 %. Gegenüber 2022 mit einem Anteil von 15,49 % bedeutet dies eine leichte Zunahme. Doch Oberösterreich verzeichnet nicht nur das zweithöchste Bevölkerungswachstum aller Bundesländer, sondern ist zugleich auch das Wirtschafts- und Industriebundesland Nr. 1 der Republik. Daher brauchen bei uns die Menschen Platz zum Wohnen und die Betriebe Raum für Ansiedlungen und Erweiterungen, damit Arbeitsplätze und Wertschöpfung entstehen bzw. gesichert werden können“, bekräftigt Landesrat Achleitner.
Foto Wirtschafts- und Raumordnungs-Landesrat Markus Achleitner: „In Oberösterreich gibt es bereits mehr geschützten Grünraum als gewidmetes Bauland – 2026 wird der Schutz von Grünland in unserem Bundesland weiter ausgebaut.“





