Gmunden: Umgestaltung der Schiffsanlagestelle Weyer stößt sauer auf

NEOS Stadtrat Philipp Wiatschka
NEOS Stadtrat Philipp Wiatschka

Der geplante Um- und Zubau bei der Schiffsanlegestelle Weyer gefällt nicht jedem. Es sei aber ein Projekt, das bereits im Jahr 2020 mit der geplanten Sanierung der dortigen öffentlichen WC Anlage gestartet sei. Als im Herbst 2020 auch noch ein benachbarter Freizeit- und Wassersportbetrieb an die Stadtgemeinde herantrat und ein Geschäftslokal in unmittelbarer Seenähe suchte, habe man diese Lokalsuche sogleich in die Sanierungsmaßnahmen einfließen lassen.“, hört man aus dem Gmundner Rathaus.

Unmut unter Anrainern
Die Umgestaltung der Schiffsanlegestelle Weyer sorgt bei zahlreichen Anrainern für gehörig Unmut. „Die Umgestaltung erfolgt ohne Weitblick, unsere Vorschläge, das Objekt nicht als L-Form auszuführen und damit den Promenadendurchgang zu blockieren wurde nicht erhört. Wir haben empfohlen, das Objekt in der Breite in Richtung Traunsteinstraße weiterzuentwickeln.“, so eine Anwohnerin gegenüber NEOS Stadtrat Philipp Wiatschka.

Grüne, SPÖ und NEOS kritisieren vorgehen
Der stille Anrainerprotest wurde von der Opposition erhört. SP und Grüne haben sich im Gemeinderat gegen die Auftragsvergabe in Höhe von über 200.000 Euro für Baumeister- und Zimmererarbeiten ausgesprochen. NEOS Gmunden hat sich aufgrund der langen Projektplanungszeit in den Vorjahren der Stimme enthalten. „Für uns war es in der Kürze nicht möglich ein gesamtes Entstehungsbild zu diesem Projekt zu bekommen.“, sagt NEOS Stadtrat Philipp Wiatschka und betont:

Gesamtheitliche Entwicklung fehlt

„Das Projekt ist in dieser Form in keinem Ausschuss behandelt worden! Es soll dort zukünftig ein Gastronomiebetrieb in Form eines Kiosk mitentwickelt werden. Hier fehlt mir aktuell die transparente Vergabe und Ausschreibung. Ebenso fehlt die gesamtstrategische Weiterentwicklung des Ortsteiles Weyer mit dem geplanten zukünftigen Seeviertel zusammen, beginnend mit der bestehenden Gastro im Weyer bis hin zur aktuellen Parkplatzthematik! Grundsätzlich ist es aber zu begrüßen, wenn keine neuen Flächen versiegelt werden, sondern wenn nachverdichtet wird.“, erklärt Wiatschka den Grund der Stimmenthaltung. Warum die Sorgen und Bedenken der Anrainer nicht erhört wurden, ist auch ihm nicht erklärlich.

Kein Ersatz für 10 Autobusparkplätze
Auch die rund 10 Parkplätze für Reisebusse sowie die öffentliche Müllsammelinsel fallen der Umgestaltung zukünftig zum Opfer. „Es ist mal wieder eine Hauruck Aktion, die nicht zu Ende gedacht wurde. Für die fehlenden 10 Busparkplätze gibt es aktuell noch keinen Ersatz.“, kritisiert Wiatschka (NEOS) das Vorgehen und fordert endlich einen Masterplan für Gmunden. Bis April 2022 hat man nun Zeit neue Busparkplätze zu finden, denn dann soll die Umgestaltung fertiggestellt sein.

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