Auflassung Bahnstationen Lahnstein u. Langwies

Archivfoto Kurt Schmidsberger
Archivfoto Kurt Schmidsberger

Wir protestieren hiemit gegen die Auflassung Bahnstationen Lahnstein u. Langwies, die mit Fahrplanwechsel am 12.12. erfolgt. Da dieser Schritt vorerst jedoch nicht mehr zu verhindern ist, unterbreiten wir hiemit einen „Plan B“, da entgegen vorheriger Ankündigungen das bisherige Busangebot nicht erweitert wird u. somit gegenüber dem Bahnfahrplan eine massive Angebotsverringerung (= Verschlechterung) darstellt. Wir haben die dzt. Angebote nachstehend vereinfacht dargestellt:

Busabfahrten Langwies: (wenn ohne Angabe: Mo.-Fr., wenn Werktag)

Richtung Ischl:
Tgl. ?0.03, 6.13, ?7.07, ??7.10, F 7.13, 8.13, 10.13, F12.13, ? 12.32, ?13.23, ?14.15, ?15.13, ? ? 16.16 Mo.-Do., ?17.13, 18.13

Richtung Ebensee: 6.23, ? 6.34, F 6.44, ?6.51,7.34, 8.44, 10.44, 12.44, ?13.44, ?14:44, ?17.14, ?17.50, tgl. 21.51
(Zeichen: ? hält nur zum Aussteigen, ? Schultage, F schulfreie Tage)
In Lahnstein Ri. Ischl Abfahrt 2-4‘ früher u Ri. Ebensee 2-4‘ später.

Bisherige Züge in Langwies: Richtung Ischl tgl. 6:55 – 22.03 , im 2h-Takt, der 1. Zug fährt außertakt-

Richtung Ebensee 4:43-19.45 , im 2h-Takt, unregelmäßiger Fahrplan in der Früh (5 Züge Mo.-Fr., 4 an Sa., 3 an So.)

In Lahnstein Ri. Ischl 4‘ früher u. Ri. Ebensee 4‘ später

Gegenüberstellung Bus-Zug: An Wochenenden nur 1 Buspaar in der Nacht, in Ri. Ischl nur zum Aussteigen, an Werktagen kein Ersatz der Züge in der Früh bis 6.13 Ri Ischl u. 6.23 Richtung Ebensee, sowie ab 18:13 Ri. Ischl u. ab 17.50 Ri. Ebensee. An schulfreien Werktagen kein Verkehr Ri. Ischl zw. 13.13 u. 18.13, Ri. Ebensee letzter Bus ab 12:44!

Es ist jedoch nicht zielführend u. nicht im Sinn des Umweltschutzes, Normalbusse täglich zu den bisherigen Fahrzeiten der dort haltenden Züge einzusetzen, da diese oft leer od. mit nur wenigen Fahrgästen unterwegs wären. Aber die beiden betroffenen Ortschaften der Gde. Ebensee haben immerhin 95 (Lahnstein) u. 557 (Langwies) Einwohner lt. Wikipedia. Insbesondere Langwies erstreckt sich auf eine Länge von mehreren km und beherbergt einige Betriebe; auch würde es sich als Park&Ride-Station für B. Ischl eignen (Kulturhauptstadt 2024).
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Neben der Versorgung der Bewohner der beiden Ortschaften ist der ÖV nach Langwies auch touristisch wichtig, da von dort Steige auf die Hohe Schrott u. das Höllengebirge führen.
Daher fordern wir die Ausweitung der Traunsteintaxilinie 41 auf die Halte Langwies u. Lahnstein im Stundentakt, Frühfahrten ab Langwies sollen gegen tel. Voranmeldung bereits am Vortag ab 5 h möglich sein . Die Bedienung soll nicht möglich sein, wenn im zeitl. Nahebereich ein Linienbus fährt (d.i. +/- 30‘), um eine Parallelbedienung zu vermeiden. Dzt. fährt diese Linie 41 (Offensee) von 7.00 – 19:30 alle 30‘. Vorteil dieses Verkehrssystems ist die Vermeidung von Leerfahrten, weil nur auf den Abschnitten gefahren wird, für die wirklich eine Fahrtanmeldung vorliegt.

Denn wer auf Wochenend- u. Tagesrandverbindungen angewiesen ist, ist nun genötigt, sich ein Auto zuzulegen. Und wenn dieses mal angeschafft ist, wird der ÖV künftig auch zu Zeiten, wo er „paßt“ weniger genutzt werden. Z.B. wird ein Pendler aus Langwies nach GM kaum noch mit einem neuen Auto nur bis Steinkogl fahren u. dort in den Zug umsteigen, sondern gleich bis zum Arbeitsplatz nach GM!

Wir fordern jedoch , selbst wenn die Halte nicht mehr bedient werden, die Bahnsteige als Daseinsvorsorge u erhalten, u.a. da es schon öfters zu Sperren der Bundesstraße aufgrund von Lawinen od. Hochwasser gekommen ist. In diesen Fall stünden die Bahnstationen für einen Notbetrieb sofort zur Verfügung. Negativbeispiel ist Mitterweißenbach, wo die Bahnsteige „ratzeputz“ weggerissen wurden u. bei einem Ersatzbetrieb erst Noteinstiege aus Paletten zusammenzuzimmern wären. (Die nur mehr als Tourismusbahn genutzte Donauuferbahn in NÖ. wurde auch bereits bei hochwasserbedingten Straßensperren als Busersatzverkehr mit Anerkennung der Verbundfahrscheine genutzt!). Die Entscheidungsträger in Linz u. Wien kennen die Tücken der Witterung in inneralpinen Regionen einfach nicht aus eigener Erfahrung ! (Vor einigen Jahren hat ein Dampfsonderzug „normale“ Reisende ab Ebensee nach Attnang mitgenommen, weil der Planzug im Schnee im Raum Goisern steckenblieb.). Umbauten an der Strecke sollen nur „aufwärts kompatibel“ erfolgen, d.h. eine Wiederinbetriebnahme weiterhin baulich zu ermöglichen.

Angesichts der nur unzureichend vorhandenen ÖV-Alternative mittels Busverkehr fordern wir prinzipiell eine Rücknahme der völligen Auflassung der Zugshalte, zumindest, was Langwies betrifft. Alternativ könnte man Bedarfshalte (z.B. Traunseetram, Vorchdorfer- u. Innviertlerbahnen) einführen, da mittlerweile fast alle Nahverkehrszüge mit Haltewunschtasten ausgestattet sind.

Peter Baalmann e.h.

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