Transparenz bedeutet auch ein faires Vergabeverfahren
Die SPÖ Gmunden steht klar hinter der verpflichtenden Ausschreibung der Lakeside-Lounge an der Esplanade. Wenn öffentliche Aufträge vergeben werden, müssen diese transparent, diskriminierungsfrei und nach den gesetzlichen Vorgaben erfolgen. Das ist selbstverständlich und entspricht unserer Haltung.
Gerade deshalb ist es aber wichtig, dass ein Vergabeverfahren so gestaltet wird, dass sich möglichst viele qualifizierte Unternehmer:innen bewerben können. Unser Ziel muss es sein, eine große Auswahl an kreativen und überzeugenden Konzepten zu erhalten, zum Vorteil der Gmundner:innen sowie unserer Gäste.
Dass nach der ersten Ausschreibung nun kein einziger Bewerber sämtliche Anforderungen vollständig erfüllt hat, wirft jedoch Fragen auf. Wenn bei einem Bewerber bis auf eine Kleinigkeit alle Vorgaben erfüllt sind, während die übrigen deutlich weiter von den Anforderungen entfernt waren, muss auch hinterfragt werden, ob die Ausschreibung und ihre Rahmenbedingungen ausreichend praxisnah gestaltet wurden. Dazu zählen etwa die Anforderungen selbst, die Beratung bei der Erstellung der Ausschreibungsunterlagen sowie die gesetzten Fristen.
Stadtrat Dominik Gessert erklärt dazu:
„Ich habe keinen Favoriten und wünsche mir ausschließlich die beste Lösung für Gmunden. Den Zuschlag soll am Ende jener Bewerber erhalten, der das überzeugendste Gesamtpaket bietet, nicht jener, der erst nach mehreren Anläufen in ein Verfahren hineinpasst. Wenn eine Ausschreibung so gestaltet ist, dass am Ende praktisch niemand alle Anforderungen erfüllt, dann sollte man auch den Ablauf des Verfahrens kritisch hinterfragen.“
Gessert hat sich im Stadtrat zudem gegen eine neuerliche Ausschreibung ausgesprochen, da der Eindruck entstehen könne, dass ein bereits gut geeigneter Bewerber nicht berücksichtigt werden soll und stattdessen die Rahmenbedingungen so angepasst werden, dass ein anderer Anbieter, der die ursprünglichen Anforderungen nicht erfüllt hat, künftig doch zum Zug kommen könnte.
Besonders nachdenklich stimmt uns auch die Situation des langjährigen Traditionsbetriebes Baumgartner. Ein familiengeführtes Unternehmen investiert Zeit, Geld und Engagement, um seinen Standort langfristig zu sichern, beteiligt sich am Verfahren und muss nun erneut den gesamten Aufwand auf sich nehmen.
Gemeinderat Mario Krammer meint dazu:
„Man sollte sich auch fragen, wie sich die Familie Baumgartner dabei fühlen muss. Wer sich ernsthaft einem Vergabeverfahren stellt und dafür erhebliche Ressourcen aufwendet, verdient jedenfalls ein faires, nachvollziehbares und professionell abgewickeltes Verfahren. Das gilt selbstverständlich genauso für alle anderen Bewerber:innen.“
Die SPÖ Gmunden erwartet sich daher, dass die nun gestartete Ausschreibung so gestaltet wird, dass möglichst viele qualifizierte Interessenten teilnehmen können und am Ende tatsächlich die beste und eine faire Lösung für den Standort gefunden wird.
„Für uns zählt ausschließlich das beste Konzept für Gmunden. Transparenz bedeutet nicht nur, ein Verfahren auszuschreiben, sondern auch, dieses so zu gestalten, dass Vertrauen entsteht. Wenn nach außen der Eindruck entsteht, dass so lange ausgeschrieben wird, bis ein bestimmtes Ergebnis erreicht wird, ist das dem Vertrauen in öffentliche Vergaben nicht dienlich. Genau diesen Eindruck gilt es zu vermeiden.“ fügt Stadtrat Gessert noch hinzu.
Die SPÖ Gmunden wird den weiteren Verlauf des Vergabeverfahrens aufmerksam begleiten und sich weiterhin für ein objektives, faires und nachvollziehbares Verfahren im Interesse der Stadt einsetzen.






