Jugend ohne Gott in Hallstatt

25. November 2025

JUGEND OHNE GOTT von Ödön von Horváth in der Fassung der Österreichischen Länderbühne
»Jugend ohne Gott« erzählt aus der Perspektive des Ich-Erzählers die Geschichte eines 34-jährigen Gymnasiallehrers, der sich in einer wachsenden Entfremdung zu seinen Schülern und der ihn umgebenden Gesellschaft befindet, die von einem totalitären, faschistischen Regime beherrscht wird. Der Lehrer passt sich lange Zeit an, obwohl sich in ihm Widerstand gegen die menschenfeindliche Grundhaltung seiner Umgebung regt. Erst der Mord an einem seiner Schüler während eines Zeltlagers, an dem der Lehrer sich mitschuldig fühlt, bringt ihn dazu, auf die Stimme seines Gewissens zu hören. Indem er im anschließenden Gerichtsprozess die Wahrheit sagt, erlebt er eine innere und äußere Wandlung. Nachdem der Lehrer eigene Ermittlungen anstellt, um den wahren Täter zu überführen und dieser sich schließlich in die Enge getrieben das Leben nimmt, verlässt der Lehrer das Land, um eine Stelle an einer Missionsschule in Afrika zu übernehmen. Der Zeitraum der Handlung erstreckt sich vom 25. März eines unbekannten Jahres bis zu einem Zeitpunkt im Herbst desselben Jahres
Es spielen: Chiara Höffinger, Gregor Brandstätter, Michael Mischinsky und Damir Smajic.

25. November 2025 Beginn: 19.30 Uhr
Kultur- und Kongresshaus Hallstatt, Seestraße 169, 4830 Hallstatt
Kartenpreise:
Abendkasse: Erwachsenen € 21,- Jugendliche/Studenten € 16-
Vorverkauf: Erwachsene € 18,- Jungendliche/Studenten € 13,-
Kartenvorbestellungen unter: gitti.sonnleitner@gmail.com oder 0664/1551419
Aufführungsrechte: Österreichiser Bühnenverlag Kaiser & Co. GesmbH

Der Roman Jugend ohne Gott von Ödön von Horváth erschien 1937 im Amsterdamer Exilverlag und wurde ein internationaler Erfolg, der Horváth den Durchbruch als Autor verschaffte. Bis 1939 wurde das Werk in zehn Sprachen übersetzt und erhielt positive Kritiken, sowohl in der Exilpresse als auch in internationalen Medien. Im nationalsozialistischen Deutschland wurde der Roman 1938 aufgrund seiner pazifistischen Haltung verboten und auf die Liste des schädlichen und unerwünschten Schrifttums gesetzt.
Nach Horváths frühem Tod 1938 geriet er zunächst in Vergessenheit, wurde jedoch ab den 1960er Jahren im Zuge der gesellschaftlichen Aufarbeitung der NS-Vergangenheit wiederentdeckt. Heute gilt Jugend ohne Gott als Klassiker der Moderne, ist Schullektüre und wird für Bühne und Film adaptiert. Der Roman bleibt aufgrund seiner Warnung vor den Folgen totalitärer Systeme und seiner zeitlosen Botschaft weiterhin aktuell.

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