KIRCH’KLANG – Orgel bewegt!

v.l.n.r. Elisabeth Schweeger, Künstlerische Geschäftsführerin Kulturhauptstadt Europas Bad Ischl Salzkammergut 2024 mit Preisträgern Hendrik Burkard, David Kiefer und Bernhard Hauk © Oliver Erenyi, courtesy Kulturhauptstadt Europas Bad Ischl Salzkammergut
v.l.n.r. Elisabeth Schweeger, Künstlerische Geschäftsführerin Kulturhauptstadt Europas Bad Ischl Salzkammergut 2024 mit Preisträgern Hendrik Burkard, David Kiefer und Bernhard Hauk © Oliver Erenyi, courtesy Kulturhauptstadt Europas Bad Ischl Salzkammergut

Nach dem fulminanten Eröffnungskonzert KIRCH’KLANG – Bach:Reflected in der Stadtpfarrkirche Bad Aussee mit dem Jazztrio Benjamin Schmid (Violine), Christian Wendt (Bass) und Jarkko Riihimäki (Piano) setzt sich der musikalische Reigen des KIRCH’KLANG Festivals Salzkammergut und der Kulturhauptstadt Europas Bad Ischl Salzkammergut 2024 fort.
Auf Initiative von Elisabeth Schweeger, Künstlerische Leiterin der Kulturhauptstadt Europas Bad Ischl Salzkammergut 2024 und Wolfgang Schlag, Kurator Musik, Kulturhauptstadt Europas Bad Ischl Salzkammergut 2024, wurde gemeinsam mit Martin Haselböck, Leiter des KIRCH’KLANG Festival Salzkammergut, für dieses Jahr die innovative Programmschiene KIRCH’KLANG – Kirch.Klang.Raum für die Freiräume der Improvisation entwickelt.
Zum ersten Mal improvisieren in einem furiosen Finale des internationalen Wettbewerbs KIRCH’KLANG – Orgel bewegt! für Stummfilm & Orgelimprovisation die drei Preisträger Hendrik Burkard, Bernhard Hauk und David Kiefer zu dem österreichischen Stummfilm „Die Sklavenkönigin“. Weiters wird der französische Komponist und Organist Thierry Escaich den Stummfilmklassiker „METROPOLIS“ und der Organist, Cembalist und Professor für Orgel und Improvisation an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien, Jeremy Joseph, „THE PHANTOM OF THE OPERA“ begleiten. Gespielt wird in Bad Ischl auf der neu restaurierten Kaiser-Jubiläums-Orgel in der Stadtpfarrkirche St. Nikolaus. Auf diesem imposanten Instrument wird das Bruckner-Jubiläum in ungewohntem Zusammenklang zelebriert.




06–08/06/2024 ORGEL BEWEGT! FESTIVAL
Stummfilme & Orgelimprovisation in der Pfarrkirche Bad Ischl, Beginn jeweils 21:00 Uhr
Vorprogramme im Lehár Theater jeweils 20:00 Uhr


Donnerstag, 06/06/24, 21:00 Uhr
Katholische Pfarrkirche St. Nikolaus, Auböckplatz 3, 4820 Bad Ischl
KIRCH’KLANG – Orgel bewegt!
Finale des Orgelimprovisations-Wettbewerbs
Die drei Preisträger des internationalen Orgelimprovisations-Wettbewerbs „Anton Bruckner“ in Kooperation mit dem Brucknerhaus Linz und der Kulturhauptstadt Europas Bad Ischl Salzkammergut 2024 improvisieren zu einem Stummfilm
Jury: Eva Sangiorgi, Thierry Escaich und Jeremy Joseph
Vorprogramm 20:00 Uhr im Lehár Theater, Kaiser-Franz-Josef-Straße 7, 4820 Bad Ischl
„Film und Musik“ – Eva Sangiorgi, Thierry Escaich und Jeremy Joseph (Jury) im Gespräch mit Martin Haselböck
Freie Platzwahl, € 25,-


Freitag, 07/06/2024, 21:00 Uhr
Katholische Pfarrkirche St. Nikolaus, Auböckplatz 3, 4820 Bad Ischl
KIRCH’KLANG – METROPOLIS
Der französische Meister-Organist Thierry Escaich begleitet Fritz Langs Stummfilm-Klassiker METROPOLIS (D 1927)
Vorprogramm 20:00 Uhr im Lehár Theater, Kaiser-Franz-Josef-Straße 7, 4820 Bad Ischl
„Kinoorgeln und ihre Spieler“ – Historische Aufnahmen, präsentiert von Gerhard Hartmann
Freie Platzwahl, € 35,- (€ 31,50 Kulturcard 2024 + Ö1 Clubcard)


Samstag, 08/06/2024, 21:00 Uhr
Katholische Pfarrkirche St. Nikolaus, Auböckplatz 3, 4820 Bad Ischl
KIRCH’KLANG – THE PHANTOM OF THE OPERA
Jeremy Joseph improvisiert auf der Orgel zu dem Stummfilm THE PHANTOM OF THE OPERA (USA 1925)
Vorprogramm 20:00 Uhr im Lehár Theater, Kaiser-Franz-Josef-Straße 7, 4820 Bad Ischl
„Orgel im Film“ – Wolfgang Schlag und Martin Haselböck präsentieren und kommentieren historische Aufnahmen und aktuelle Filmclips junger Organisten Freie Platzwahl, € 35,- (€ 31,50 Kulturcard 2024 + Ö1 Clubcard)


Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Kulturhauptstadt Europas Bad Ischl Salzkammergut 2024 und dem Brucknerhaus Linz (Dramaturgie: Jan David Schmitz)

Als die „Kaiser-Jubiläums-Orgel“ 1888 errichtet und 1910 zu Ehren des kaiserlich-königlichen Monarchen erweitert wurde, war sie das modernste Instrument ihrer Zeit, ein wahres Juwel der Orgelbaukunst. Anton Bruckner selbst entlockte ihr als gefeierter Orgelvirtuose und anerkannter Improvisationskünstler ergreifende Klangbilder. Nun ist die Orgel nach sorgfältiger Restaurierung in ihrer alten Glorie wiedererstanden und gibt ebenso Anlass zu musikalischen Feierlichkeiten wie dem 200. Geburtstag Anton Bruckners. Vom 06. bis 08. Juni 2024 wird der prunkvolle Raum der Stadtpfarrkirche in einen Kinosaal verwandelt und erinnert an jene goldenen Zeiten, als die Musik zu expressiven Leinwandbildern nicht von einer unendlich oft reproduzierten Tonspur wiedergegeben wurde, sondern in der Inspiration des Augenblicks, stets neu und anders, unter den Händen eines improvisierenden Organisten entstand – nicht zuletzt getragen von der wechselnden Stimmung eines gebannten Publikums.

Der Auftakt des Festivals „Orgel bewegt!“ am 06. Juni ist zugleich der krönende Abschluss eines internationalen Orgelimprovisations-Wettbewerbs, der Ende Jänner 2024 im Brucknerhaus Linz über die Bühne ging. Mit Hendrik Burkard, David Kiefer und Bernhard Hauk haben sich drei junge europäische Organisten in diesem Rahmen qualifiziert, um nun an der einstmaligen Bruckner-Orgel um den Preis der Kulturhauptstadt Europas Bad Ischl Salzkammergut 2024 zu spielen. Sie improvisieren jeweils zu einem Drittel zu einem Stummfilm, der erst kurz vor Festivalbeginn bekannt gegeben wird. Der Sieger erhält den Preis der Kulturhauptstadt Europas Bad Ischl Salzkammergut 2024 – dotiert mit 4.000,- Euro – aus den Händen ihrer künstlerischen Leiterin Elisabeth Schweeger. Die Preisvergabe beruht auf dem Urteil einer internationalen Fachjury, die mit der Viennale-Direktorin Eva Sangiorgi, dem französischen Organisten und renommierten zeitgenössischen Komponisten Thierry Eschaich sowie dem erst jüngst zum Wiener Hoforganisten berufenen und in den Konzertsälen der Welt heimischen Jeremy Joseph prominenter kaum besetzt sein könnte. An den nachfolgenden Abenden werden die Letztgenannten selbst in die Tasten greifen und die hohe Kunst der Orgelimprovisation meisterlich zelebrieren.

Am 7. Juni steht Fritz Langs filmisches Meisterwerk METROPOLIS auf dem Spielplan. Der 1927 in bis dahin ungeahnter Bildgewalt und monumentaler Länge entstandene Film ist selbst ein Meilenstein der Kinogeschichte, entwirft er doch eine gleichermaßen mitreißende wie schockierende Zukunftsvision, die uns in manchen Aspekten immer wieder einzuholen scheint. Auch seine revolutionäre Ästhetik beweist beständige Gültigkeit und anhaltende Faszination, diente sie doch Künstler*innen aller Sparten ebenso wie Filmschaffenden selbst über Generationen hinweg als Inspiration.

In Bad Ischl ist die restaurierte Originalfassung aus dem Bestand der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung (www.murnau-stiftung.de) in Wiesbaden zu erleben, allerdings in ihrer auf etablierte Spielfilmlänge gekürzten Version. Wie einst zur Hochblüte des Stummfilms erklingt dazu Livemusik. An der Orgel begleitet der französische Meisterorganist und herausragende zeitgenössische Komponist Thierry Escaich, improvisatorisch und interpretatorisch, die expressionistischen, dystopischen Zukunftsbilder Fritz Langs.

Am 8. Juni verwandelt das Festival „Orgel bewegt!“ den goldenen Kirchenraum zum dritten und vorläufig letzten Mal in ein historisches Stummfilm-Theater. Der aus dem Jahre 1925 stammende Filmklassiker von Rupert Julian „Das Phantom der Oper“ bringt den damals hochpopulären Gruselroman von Gaston Leroux auf die Leinwand. Später war es vor allem diese Filmfassung und weniger der Roman selbst, welche Andrew Lloyd-Webber als Vorlage für seinen Musical-Welthit diente. Obwohl die Story um jenes musikalische Genie, das wegen seiner körperlichen Entstellung und einer unrühmlichen Vergangenheit die Einsamkeit sucht und als Phantom durch die Substruktionen der Pariser Opera Garnier geistert, vielfach und in diversen Medien erzählt wurde, bleibt Julians Film vor allem wegen seines charismatischen, ausdrucksstarken Hauptdarsteller Lon Chaney in Erinnerung, den man den „Mann mit den 1000 Gesichtern“ nannte. So ist der Stummfilm auch fast 100 Jahre nach seiner Uraufführung unvergessen und feiert mit Jeremy Joseph an der Orgel eine fulminante Wiederauferstehung in farbenreichen Klangwelten.

Mitwirkende Künstler*innen im Rahmen von KIRCH’KLANG – Kirch.Klang.Raum & Idylle der Moderne
Eivind Berg, Thierry Escaich, Jeremy Joseph, Hansjörg Albrecht, Benjamin Schmid, Christian Wendt, Jarkko Riihimäki, Wolfgang Schlag, Vienna Academy Brass, Orchester Wiener Akademie, Martin Haselböck, Hermann Ebner, Eva Resch, Michael Schöch, Michael Maertens, ORGANic WOODWINDs (Johannes Ebenbauer, Susanne Ebenbauer, Georg Gratzer) sowie Preisträger des Internationalen Improvisationswettbewerbs „Orgel bewegt!“: Hendrik Burkard, Bernhard Hauk und David Kiefer Konzept, Projektverantwortlicher Martin Haselböck
Programmleitung Musik, Jugend, Community Building Christian Haselmayr

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