Festwochenprogramm Winter/Frühling 2026

(Copyright: Rudi Gigler
(Copyright: Rudi Gigler

Die Salzkammergut Festwochen Gmunden starten 2026 mit einem Winter- und Frühjahrsprogramm, das in seiner Vielfalt, emotionalen Tiefe und künstlerischen Handschrift den Blick bereits auf einen außergewöhnlichen Festwochensommer lenkt. Zwischen Literatur und Musik, Klassik und U-Musik, Kabarett, Weltklang und Hausmusik Roas entfaltet sich ein Programm, das Nähe stiftet, Horizonte öffnet und durch seine Dramaturgie die Handschriften der neuen künstlerischen Leitung klar sichtbar macht.

Wenn der Winter seine Stille über den Traunsee legt, wird Gmunden zum Resonanzraum für Kunst, Geschichten und Begegnung. Die Salzkammergut Festwochen Gmunden präsentieren heute ihr Winter- und Frühjahrsprogramm 2026 – eine Saison, die mit feinen Zwischentönen beginnt und sich über mehrere Monate zu einer künstlerisch dichten Erzählung entwickelt.

Es ist die erste Saison, in der Rafael Fingerlos als künstlerischer Leiter der Sparte Musik seine Vision erlebbar macht. Er sieht Musik als Brücke, als Sprache der Resonanz und des Miteinanders. „Ein Festival ist ein Organismus, der sich ständig erneuert. Vielfalt, Mut und ehrliche Emotion – das ist mein Anspruch an das Musikprogramm“, so Fingerlos. Gemeinsam mit Karin Bergmann, künstlerische Leiterin Literatur & Theater, entsteht ein erstes Halbjahr, das Intimität, poetische Kraft und überraschende künstlerische Begegnungen miteinander verbindet.

Große Emotionen, junge Talente, musikalische Meisterwerke
Die klassisch geprägten Abende des Frühjahrs führen von jungen Entdeckungen bis zu monumentalen Werken der Musikgeschichte. Einer der strahlenden Höhepunkte ist Bachs Matthäus-Passion (14. März), interpretiert vom Collegium Vocale Salzburg und dem L’Orfeo Barockorchester – ein spirituelles und musikalisches Großereignis, das die Passionszeit in all ihrer Dringlichkeit erfahrbar macht.

Den Blick auf die Zukunft richtet der Kiwanis Musikförderpreis 2026 (29. Mai), der im Stadttheater Gmunden an herausragende junge Musiker:innen der Landesmusikschule Gmunden verliehen wird. An diesem Abend vereinen sich jugendliche Virtuosität und künstlerische Reife: Harfe, Harmonika, Klarinette, Jazz- und Popgesang treffen auf die internationale Strahlkraft der Starviolinistin Lidia Baich, die das Programm im zweiten Teil glanzvoll abrundet.

Eine besondere Begegnung zwischen Musik, Erzählkunst und Zeitgeschichte entsteht mit dem Ensemble der Münchner Philharmoniker und Michael Dangl (6. Juni), wenn Strawinskys Die Geschichte vom Soldaten in einem packenden musiktheatralen Setting erklingt.

Poesie, Präzision, große Stimmen

Die literarisch-szenische Sparte eröffnet intime Räume für Reflexion, Humor und Emotion. Birgit Minichmayr setzt gleich zu Beginn der Saison (17. Jänner) mit ihrer Lesung aus Jean Amérys Jenseits von Schuld und Sühne, begleitet vom Ensemble Tango de Salón, ein Ausrufezeichen: ein Abend von tiefem Ernst, getragen von intensiver Musikalität.

Die Reise führt weiter zu wortmächtigen Begegnungen: Christoph Ransmayr und Wolfgang Muthspiel (12. Februar) verweben in Als ich noch unsterblich war Literatur und Musik zu einem poetischen Zwiegespräch. Karl Markovics, gemeinsam mit Johannes Fleischmann und Elisabeth Plank, widmet sich in Verwunschener Tag – verklärte Nacht (26. Februar) der Sehnsucht, dem Erblühen und dem inneren Leuchten romantischer Texte.

Mit großer Kraft und einer starken feministischen Haltung öffnen Verena Altenberger, Mavie Hörbiger und Clara Frühstück (6. März) Horizonte und Seelenräume – ein Abend, der mutig, gegenwärtig und unmittelbar berührt. Weiters gastieren Christoph Grissemann, Manuel Rubey und Robert Stachel am 9. April mit Yasmina Rezas Erfolgsstück Kunst in Laakirchen – eine ironische wie präzise Sezierung von Freundschaft, Eitelkeit und dem Begriff des Schönen. Fritz & Aaron Karl führen am 15. Mai in die familiären, humorvollen und anrührenden Briefe Mozarts: Mon très cher père, allerliebster Papa!.

Im Juni folgen poetische und musikalische Abende: Jacqueline Kornmüller und Lautenist David Bergmüller (12. Juni) erzählen in Das Haus verlassen mit feiner Ironie und berührender Tiefe vom Loslassen eines Zuhauses und der Frage nach Zugehörigkeit. Erwin Steinhauer, Georg Graf, Joe Pinkl und Peter Rosmanith widmen sich schließlich am 20. Juni H.C. Artmanns Welt: Flieger, grüß mir die Sonne – ein Abend zwischen Wiener Schmäh, Poesie und musikalischem Witz.

„Literatur und dramatische Kunst öffnen Räume für Empathie, Reflexion und Dialog. Sie spiegeln die Vielfalt unserer Gesellschaft, hinterfragen Sichtweisen und inspirieren zu Gesprächen quer durch Generationen. Genau das ist, was uns durch die Jahreshälfte trägt, die dunkel beginnt und uns auf neues Erwachen und Licht hoffen lässt. Hier sind die Abende der Salzkammergut Festwochen mit den eingeladenen Künstlerinnen und Künstlern ein wunderbares Geleit,“ sagt Karin Bergmann, künstlerische Leiterin Literatur & Theater.

Grooves, Humor und neue Stimmen

Die Festwochen öffnen sich auch 2026 wieder musikalischer Leichtigkeit und scharfsinnigem Kabarett. Die Divinerinnen bringen am 24. April ihr „divinerisches“ Wienerlied nach Gmunden – frech, kraftvoll und mit einem zeitgenössischen Blick auf eine alte Tradition. Ein kabarettistischer Höhepunkt folgt am 6. Mai mit Alfred Dorfers neuem Solo GLEICH, das zwischen Poesie, Philosophie und pointiertem Witz changiert – ein Abend, der Realität und Absurdität virtuos ineinander verschränkt.

Auch 2026 setzen die Salzkammergut Festwochen Gmunden ihre erfolgreiche Zusammenarbeit mit der Kulturabteilung der Stadtgemeinde Laakirchen fort – eine Partnerschaft, die besondere Abende ermöglicht und kulturelle Brücken in der Region stärkt.

Virtuos, weltmusikalisch, nah am Publikum

Die beliebte Reihe „Hausmusik Roas“ führt das Publikum an Abende, in denen Nähe, Spontaneität und Virtuosität im Mittelpunkt stehen. Den Auftakt machen am 29. Jänner Diknu Schneeberger und das Christian Bakanic Quartett – eine musikalische „Bella Via“ voller Gypsy-Jazz-Energie, Tango-Schmelz und alpiner Rhythmik. Am 16. April treffen zwei Meistergitarristen aufeinander: Manuel Randi und Lulo Reinhardt schaffen in Meeting of Spirits einen musikalischen Dialog zwischen Flamenco, Gypsy Swing, Jazz, Weltmusik und purer Spielfreude.

Mit der Wiener Tschuschenkapelle (9. Mai) wird die Roas zu einem Fest aus Balkanrhythmen, Wiener Melange und musikalischer Weltoffenheit. Und am 21. Mai zeigen Johanna Dumfart, Philipp Lakinger, Marcel Mölschl und Fabian Danzl, wie die Diatonische Harmonika neue Horizonte eröffnet und klassische Werke in überraschend neuer Klanggestalt erstrahlen lässt.

Ein Blick voraus: Das Festwochen Open Air 2026 – intensiv, vielfältig, visionär

Schon jetzt lässt der Sommer 2026 seine Strahlkraft ahnen:

Donnerstag, 30. Juli 2026: Philipp Hochmair – Hochmair, wo bist du?

Ein außergewöhnliches Open-Air-Erlebnis, in dem Literatur, Schauspiel und radikale Bühnenpräsenz ineinanderfließen. Philipp Hochmair öffnet seine künstlerische Welt zwischen Biografie, Performance und Grenzgang – ein intensiver Dialog aus Körper, Text und ungebändigter Kreativität.

Samstag, 1. August 2026: PAROV STELAR Ein internationales Open-Air-Highlight, in dem Musik, visuelle Kunst und Performance zu einem Gesamterlebnis verschmelzen. Parov Stelar verbindet seine ikonischen Klangwelten mit bildnerischen Arbeiten – ein Dialog aus elektronischer Energie, filmischer Atmosphäre und künstlerischer Freiheit.

Sonntag, 2. August 2026: HERstage – Die Bühne gehört den Frauen Am 2. August öffnen die Salzkammergut Festwochen, ihre Bühne im Toscanapark Gmunden, erstmals ausschließlich für herausragende heimische Künstlerinnen.

• Anna Buchegger – Eine der spannendsten neuen Stimmen des Landes, deren kraftvoller Dialektpop lustvoll zwischen Tradition und Gegenwart oszilliert. Mit poetischer Erdung, klarer Haltung und energischer Bühnenpräsenz schafft sie Klangräume, in denen Identität als lebendiger Prozess spürbar wird.

• lovehead – Das burgenländische Trio zählt zu den aufregendsten Newcomerinnen der Indie-Pop Szene und verbindet lakonischen Witz, Low-Fi-Charme und melodischen Instinkt mit einer unmittelbaren, rohen Nähe. Ihre nonchalante Energie und pointierten Texte schaffen Live Momente, die das Publikum sofort mitreißen und lange nachhallen.

• Ankathie Koi – Eine der markantesten Pop-Persönlichkeiten im deutschsprachigen Raum, die 80s Glam, Retro-Pop und punkige Direktheit zu einem unwiderstehlich eigenwilligen Stil verschmilzt. Auf der Bühne trifft ihre kraftvolle Stimme auf eine visuell starke, überschäumend kreative Performance, die jede Konzertnacht zum Ereignis macht.

HERstage feiert weibliche künstlerische Vielfalt – mutig, energiegeladen und mit einem Sound, der niemanden stillstehen lässt.

Ein Geschenk voller Vorfreude

Ab sofort sind Tickets für alle Veranstaltungen des Winter- und Frühjahrsprogramms 2026 sowie für die beiden großen Sommer-Open-Airs erhältlich – online unter www.festwochen-gmunden.at, telefonisch unter +43 (0)7612 70630, via Mail an karten@festwochen-gmunden.at oder direkt im Festwochenbüro.

„Die Festwochen zeigen, wie lebendig und vielseitig das Salzkammergut auch in den stilleren Monaten pulsiert – und dass der Sommer 2026 bereits jetzt seine Strahlkraft entfaltet“, freut sich Johanna Mitterbauer, kaufmännische Geschäftsführerin der Salzkammergut Festwochen Gmunden.

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