Welterbetag 2026 in Hallstatt:

Neue Einblicke in die Besiedelung in der Jungsteinzeit und Auszeichnung für besonderes Engagement
Am Samstag, 18. April 2026, lädt das Welterbemanagement der UNESCO Kulturlandschaft Hallstatt– Dachstein/Salzkammergut zum Österreichischen Welterbetag in das Kultur- und Kongresshaus Hallstatt ein. Die öffentliche Veranstaltung bietet spannende Einblicke in aktuelle Forschungen sowie Raum für Austausch zwischen Experten und Besuchern.
Im Mittelpunkt des diesjährigen Programms stehen neue archäologische Erkenntnisse zur frühen Besiedelung der Region. Unter dem Titel „Frühes Brot und erstes Salz – Hallstatt in der Jungsteinzeit Europas“ werden die sogenannten „Rietzinger Funde“ erstmals umfassend von Fachleuten u.a. des Naturhistorischen Museums Wien vorgestellt. Diese bedeutenden Entdeckungen aus neolithischer Zeit liefern neue Perspektiven auf die Ursprünge der Salzgewinnung und die Entwicklung der Kulturlandschaft im Salzkammergut. Die genaue Analyse der Funde hat ein Alter von unglaublichen 7.300 Jahren ergeben und hat damit den Beginn der Geschichte der Region neu angesetzt.
Ein besonderer Höhepunkt ist die Eröffnung der begleitenden Sonderausstellung im Museum Hallstatt, die die „Rietzinger Funde“ anschaulich präsentiert und für Besucher erlebbar macht. Führungen durch die Ausstellung ermöglichen vertiefende Einblicke in die neuesten Forschungsergebnisse.
Verleihung „Friedrich-Simony-Preis“
Neben dem wissenschaftlichen Programm wird auch 2026 wieder herausragendes Engagement für das Welterbe gewürdigt: Im Rahmen der Veranstaltung erfolgt die feierliche Verleihung des „FriedrichSimony-Preises“. Diese Auszeichnung ehrt Persönlichkeiten und Initiatven, die sich in besonderer Weise für den Erhalt und die Weiterentwicklung der Welterberegion einsetzen.
Der Welterbetag versteht sich als Plattform für Dialog und Bewusstseinsbildung. Wie bereits in den vergangenen Jahren sind alle Bürger der Welterbegemeinden sowie Interessierte eingeladen, sich aktiv einzubringen, Fragen zu stellen und gemeinsam über die Zukunft der einzigartigen Kulturlandschaft zu diskutieren. Damit wird das Ziel des Welterbemanagements unterstrichen, die Bedeutung des UNESCOWelterbes stärker im regionalen Bewuss sein zu verankern und den Austausch zwischen Fachwelt und Bevölkerung zu fördern.
Wanderung ins Welterbe“ am 19. April 2026
Am darauffolgenden Sonntag, 19. April 2026, werden die Aktivitäten rund um den Welterbetag mit einer geführten „Wanderung ins Welterbe“ fortgesetzt. Unter dem Motto „Wege des Salzes“ führt die Route von Steeg und dem Goiserer Weißenbach zur historischen Chorinsky-Klause.
Die Teilnehmer erhalten entlang der Strecke spannende Einblicke in den historischen Salz- und Holztransport im Salzkammergut. Zwei unterschiedlich anspruchsvolle Routen bieten die Möglichkeit, die Kulturlandschaft aktiv zu erleben, bevor die Gruppen bei der Chorinsky-Klause zusammengeführt werden. Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung ist jedoch erforderlich. Nähere Informationen dazu auf der Welterbe-Webseite www.welterbe-salzkammergut.at.
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